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Abriß S-Bahnhof Poppenbüttel

Der S-Bahnhof Poppenbüttel wird zur Zeit gerade abgerissen. Er soll einem Neubau weichen. Schön war er nicht, zum Schluß auch noch sehr unpraktisch, da die Hochbahn ihren Busbahnhof, der direkt nebenan liegt, schon lange zuvor erneuert hat, die S-Bahn aber eine zeitgleiche Planung ihres Neubaus nicht auf die Reihe bekam. Folge: Einen direkten Zugang vom S-Bahnhof zum Busbahnhof gab es seit 2009 plötzlich nicht mehr. Man mußte stets einen größeren Umweg gehen und auch noch ungesichert die Busspuren kreuzen. Jetzt gab es noch schnell eine Miniampel, sinnvoll war aber all das nicht. Planerischer Murks.

Der setzt sich aber auch jetzt in der Bauphase des S-Bahnhofs fort. Schon die Beschilderungen hin zum neuen Gleiszugang, der wohlversteckt im hinteren Bereich des angrenzenden P+R Parkplatzes angesiedelt wurde, sind kaum zu entdecken.

Auf dem Weg zum Bahnsteig dann weiteres Ungemach: Um den Autoverkehr des Parkplatzes nicht mit den Fahrgästen zu mischen, trennte man eine Spur für Fußgänger und eine für Kraftfahrzeuge ab. Nur blöd, daß in dem für Fußgänger bestimmten Bereich sehr oft Baufahrzeuge oder sogar, wie auf dem Bild unten zu sehen, Fahrzeuge der DB parken. Folge: Autos und Fahrgäste bewegen sich kreuz und quer auf einer Minitrasse, die auch noch weiter von Baucontainern verengt wird. Unfälle und Reibereien sind vorprogrammiert. Ganz zu schweigen von dem Umstand, daß jetzt der Zugang zum Gleis genau an dem Punkt liegt, der wirklich am weitesten vom Busabahnhof entfernt ist. In der Schule hätte man für das alles höchstens eine Fünf gegeben.

Hier in dem Bereich der abgebauten Fahrkartenautomaten sehr schön zu sehen, die riesigen Hinweisschilder auf den neuen Gleiszugang. 😉


Hier das Bild mit dem neuen Gleiszugang. Aufgenommen außerhalb der Rushhour.


15 Responses to “Abriß S-Bahnhof Poppenbüttel”


  1. 1. April 2012 um 23:41

    wenn ich das richtig verstehe, blüht das Chaos ja dort mächtig. So, wie es letztes Jahr noch war, fand ich es eigentlich immer einigermaßen eträglich, weil die Rolltreppe bergauf lief und Räder wenigstens in eine Richtung nicht geschleppt werden mussten. Das Problem bei solchen Baustellen ist ja immer, dass Strecken selten komplett gesperrt werden (geht nicht, dahinter sind ja eine Waschanlage und Abstellgleise) und sich das Bauen deshalb hinzieht. Koordiniert zu bauen, ist kompliziert, weil die von Dir beschriebenen Baumaßnahmen vermutlich aus verschiedenen Töpfen bezahlt werden (Busbahnhof -> GVFG/Nachfolge, S-Bahn ->Bundes-, vielleicht sogar Regionalisierungsmittel). Tja.

    • 2. April 2012 um 02:40

      Also, die Rolltreppe, ja schon einmal nicht schlecht, wenn sie denn mal lief. Der Vorteil mit dem rollbaren Zugang der Überführung, das war schon gut gemacht. Rollstuhlfahrer konnten jahrzehntelang problemlos bis zu den Treppen der S-Bahnstation gelangen. Dann allerdings war Schluß. Auch schwach für den Hauptumsteigebahnhof im Norden Hamburgs. Du merkst, ich bin im Meckerlaune. Und wo wir gerade dabei sind: Wenn man mit dem Metrobus 8 anrollt bekommt man alles, rote Wangen, ein Eis im Kiosk, ABER NICHT DIE sch… S-BAHN! Arrrr. Das geht auch schon seit Jahren so. Das liegt daran, daß die Hochbahn (Busse und U-Bahnen) nicht mit der S-Bahn kann. Man mag sich einfach nicht. Also wird nicht koordiniert. Obwohl beide System im HVV sind. Auch schönes Beispiel: Kommt die S1 nach der Hauptverkehrzeit in Ohlsdorf an, fährt zeitgleich die U1 weg. Wenn man in Ohlsdorf ankommt, mit der U1, dann kann man immer schön die Rücklichter der S1 bestaunen. Die fahren immer zeitgleich. Sehr lustig wenn es kalt ist, da im Zuge der letzten Renovierung das windgeschützte Wartehäuschen ersatzlos gestrichen wurde. Jetzt steht ein Aufenthaltshäuschen für Personal dort. Fein, fein. Ja, ich bin echt in Meckerlaune… 😉

      • 2. April 2012 um 05:46

        mir ist aber auch schon oft in B’stedt die U-Bahn vor der Nase weggefahren, wenn ich gerade mit dem Bus kam (manchmal auch umgekehrt). Sowas muss man mal sammeln. – Dass Ohlsdorf für solche Geschichten ein nettes Beispiel ist, habe ich auch schon gehört (dort geteilte S-Bahn. . . .).

  2. 2. April 2012 um 18:37

    Man, was für eine Baustelle. Das sieht nach einem Riesenprojekt aus.

    Man sollte denjenigen, die an den Fahrplänen dazu verdonnern mind. 6 Monate den Führerschein abzugeben, damit sie wie viele andere auch, die öffentlichen Verkehrmittel nutzen. Vielleicht würden die Pläne dann besser ausfallen!
    Und …hab‘ ich das richtig verstanden, dass Rollstuhlfahrer wegen der Bauarbeiten nicht mehr zur S-Bahn gelangen können?

    LG

    Anja

    • 2. April 2012 um 22:37

      Hallo Anja, da ist eine gute Idee. Wenn ich immer sehe, daß die Damen und Herren Mitarbeiter des Bauprojektes mit AUTOS der Deutschen Bahn anreisen, zweifele ich auch ein wenig. Insofern wäre Deine Idee wirklich gut! Und mit den Rollstuhlfahrern ist es tatsächlich so, daß die noch nie in dieser Station auf den Bahnsteig kommen konnten. Lediglich die Gleisüberbauung von hüben nach drüben war barrierefrei. Der Bahnsteig selbst nicht. Schwach.
      LG zurück!

      • 3. April 2012 um 19:46

        Nee ne?? Das ist nicht nur Schwach sondern eine Diskriminierung! So etwas würde hier einer Stadt wie L.A. seeeeehr teuer zu stehen kommen. Öffentliche Zuwege müssen für ALLE Bewohner zugänglich sein. Das ist ganz schön bitter … kaum zu glauben 😦

        LG

        ~Anja~

      • 4. April 2012 um 20:33

        Also das Thema Barrierefreiheit ist in den Bahnhöfen echt noch immer ein Problem in Hamburg. Obwohl die S-Bahn an vielen Stellen Aufzüge eingebaut hat, reicht es noch nicht für eine Flächendeckung. Außerdem sind die vorhandenen Aufzüge recht oft außer Betrieb. Das ist für eine moderne Stadt tatsächlich eine schwache Leistung. Die Bahn spart Geld und was ist da einfacher, als bei denen zu sparen, die keine Lobby haben? Auch ein schlimmes Beispiel: Es gibt im Stadtteil Wandsbek am Einkaufszentrum Quarree fünf oder sechs Behinderten-Parkplätze direkt vor dem Zentrum. Aber weder Autofahrer noch die Polizei scheren sich darum. Die Parkplätze sind immer vollständig belegt. In 99% der Fälle nicht von Behinderten.
        So kann man sich all Rolli-Fahrer hier in HH schon des öfteren ärgern.
        LG zurück!

      • 4. April 2012 um 21:45

        Parkplätz sind Privateigentum, da kann die Polizei nichts ausrichten. Man könnte aber z.B. den Ladeninhaber oder die Geschäftsstelle darauf aufmerksam machen, die dann den Wagen abschleppen lassen. So einfach ist das! Wir Amis haben in vielerlei Hinsicht eine Schramme weg, ich gebe mein Bestes, das zu verbessern … Aber was das Zusammenleben mit „special challenged“ aber nicht „handicapped“ Menschen betrifft … da können wir Deutsche uns noch ‚was abgucken!

      • 4. April 2012 um 21:55

        Ich habe auch den Eindruck, daß die USA da wirklich weiter sind. Die Parkplätze liegen übrigens nicht auf Privateigentum, sondern sind öffentlicher Parkraum. Die Polizei könnte also, wenn sie nur wollte.

      • 6. April 2012 um 17:03

        Ach so. Hier würde die Polizei sofort ein Ticket ausstellen und soweit ich weiß, ist die Strafe mehrere Hundert Dollar hoch. Eine solche Einnahme lohnt sich für die Stadt 🙂

      • 7. April 2012 um 00:16

        Und da würde ich auch eine Knöllchenvergabe sehr begrüßen…

  3. 2. April 2012 um 18:57

    Alles neu, macht der… April?

  4. 2. April 2012 um 19:51

    In Karlsruhe kann man sich vor Baustellen auch kaum retten. Bei uns ist die Kombilösung im Bau. Zum einen wird die Kaiserstraße, die Haupteinkaufsstraße, untertunnelt und die B 10; eine Hauptvekehrsstraße, in den Untergrund verlegt um die Trennwirkung einer vierspurigen aufzuheben.

    LG Harald


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